NS-Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek der Kunstuniversität Graz

Sabine Doberer

Abstract


Die Bibliothek der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
(KUG) hat im April 2014 ein Projekt zum Thema NS-Provenienzforschung
begonnen, es ist das erste Projekt dieser Art an der KUG. Das Projekt beschränkt
sich auf die Sondersammlung, die einen Bestand von ca. 430
Büchern und ca. 1.080 Musikdrucken und Autographen aufweist. Einen
Schwerpunkt bilden die Nachlässe von zumeist steirischen Komponisten
und Komponistinnen. Da die Bestände erst nach 1960 erworben wurden
und die Sondersammlung sich hauptsächlich aus Nachlässen, Schenkungen
und aus Ankäufen aus Antiquariaten zusammensetzt, gestaltet
sich die Provenienzrecherche als schwierig. Ohne distinktive Hinweise auf
den Vorbesitzer oder die Vorbesitzerin in den einzelnen Exemplaren lässt
sich deshalb die ursprüngliche Herkunft nicht eindeutig klären. Dabei gilt
es auch zu bedenken, dass – vor allem bei Ankäufen aus Antiquariaten –
die Bücher und Noten den Besitzer oder die Besitzerin mehrfach gewechselt
haben können.

Die Vorgabe des Projektes war es, den Bestand der Sondersammlung
auf verdächtige Bücher und Noten zu überprüfen, geraubte Bestände zu
identifizieren und an die rechtmäßigen EigentümerInnen oder deren Nachkommen
zu restituieren...


Schlagworte


Kunstuniversität Graz; Universitätsbibliothek; NS-Provenienzforschung

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